Der Euro in Deutschland

euronoten Die positiven Seiten des Euro, wie sie in der Wirtschaft und beim Reisen zu spüren sind, werden durch die teilweise immer noch fehlende Akzeptanz der Bürger geschmälert. Viele der Einwohner Deutschlands trauern immer noch der früheren D-Mark nach, auch wenn diese nun schon seit zehn Jahren aus dem Verkehr gezogen ist. Anfangs, also ungefähr zwei Jahre nach der Einführung des Euro, waren es rund 60 Prozent der Menschen, die den Euro positiv betrachteten. Den negativen Anstrich bekam der Euro, weil ihm die Schuld an der Preisanhebung gegeben wurde. Noch heute rechnen viele Menschen die Preise in D-Mark um und kommen zu der Erkenntnis, dass sie zu diesen Preisen viele Artikel früher niemals eingekauft hätten. Diese Betrachtungsweise lässt aber die allgemeine Teuerungsrate völlig außer Acht, die gerade in den letzten Jahren durch eine stetige Anhebung des Ölpreises zustande kam sowie durch andere Einflussgrößen.

Tatsächlich wurden die Preise mit der Einführung des Euro ein wenig erhöht, Deutschland hatte hier auf die Selbstverpflichtung des Handels gesetzt, während in einigen anderen Ländern ein gesetzliches Verbot für die Anhebung der Preise gab. Allerdings waren von der Erhöhung nicht alle Warenkategorien betroffen, so dass nicht von einer allgemeinen Verteuerung aufgrund des Euros ausgegangen werden konnte. Wer heute ins Ausland reist oder seinen Urlaub in einem Land verbringt, in dem der Euro ebenfalls gilt, steht dem Euro meist offener gegenüber. Die Preise lassen sich besser vergleichen und der Zahlungsverkehr ist natürlich deutlich einfacher, wenn die Umtauschaktionen wegfallen können. Viele Menschen sehen überdies positiv, dass durch die EU-Währung der US-Dollar Konkurrenz bekommen hat. Allgemein ist in jüngster Zeit eine sinkende Akzeptanz gegenüber dem Euro zu spüren, was sich in Umfragen deutlich zeigt. Dies betrifft aber nur die Menschen, die kaum reisen und auch nichts mit Handel und Wirtschaft zu tun haben. Denn sie haben auch nur mit dem üblichen Zahlungsverkehr zu tun.